100 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Lipp - Millendorf
1901-2001

Die Chronik

Einleitung

Motto: Retten, Löschen, Bergen, Schützen -

100 Jahre im Dienst der Allgemeinheit


Einleitung

Wenn man die Geschichte der Feuerbekämpfung schreiben will, dann darf man nicht die einfachen Hilfsmittel übersehen, mit denen sich unsere Vorfahren bei Feuersnot behelfen mussten.

Das 100jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Lipp-Millendorf ist der gegebene Anlass, um auf diese Geschichte zurückzublicken.

Sicherlich hat es über Jahrzehnte hinweg zahlreiche größere und kleinere Brände an den Häusern, Scheunen und Stallungen gegeben.

Bei kriegerischen Auseinandersetzungen um unseren Heimatort wurden Häuser, wie es damals üblich war, angezündet und zerstört.

Der heutige Pützbach, früher Lipper Bach genannt, führte mehrfach im Jahr Hochwasser, trat über die Ufer und überschwemmte große Teile von Oppendorf, Millendorf und Lipp.

Durch Feuer und Hochwasser haben die Menschen oft ihr gesamtes Hab und Gut verloren.

Seit alter Zeit war Hilfe der Nachbarn bei Notfällen wie Brand und Hochwasser selbstverständlich.

Lipp gehörte in früheren Zeiten zum Herzogtum Jülich. In den größeren Städten des Herzogtums gab es ab 1547 Brandschutzkorps. Die Zünfte mussten Mitglieder für diese Korps stellen. Neu zugezogene Handwerker wurden sofort Mitglieder dieser Brandschutzkorps.

Immer stand das Prinzip der Nachbarschaftshilfe im Vordergrund der Bemühung um Schadensbegrenzung.

In jedem Hausflur musste ein Ledereimer zur Brandbekämpfung bereit gehalten werden.

In den Städten wurden die Gerätschaften und Hilfsmitteln den Brandkorps vom Rat zur Verfügung gestellt.

Lederner Feuerlöscheimer
Zeichnung von 1723


In den ländlichen Bereichen waren die Bewohner selbst für die Beschaffung der Gegenstände verantwortlich.

Einzelheiten wurden in der "Herzöglichen vortrefflichen Fewr-Ordnung" geregelt.

Die Einhaltung der Bestimmungen wurden durch herzogliche Brandinspektoren überwacht.

Nach dem Wiener Kongress kam das Rheinland, so auch Lipp, zum Königreich Preußen.

Hier bestand seit 1835 die "Feuerwehrordnung zur Bildung von Pflichtfeuerwehren".

Am 15. April 1889 wurde die "Polizeiverordnung bereffend das Feuerlöschwesen auf dem platten Lande" erlassen. Durch die Umsetzung dieser Verordnung entstanden den Gemeinden erhebliche Kosten. Die Bürgermeister zahlreicher Dörfer beklagten sich bei der Regierung über die hohen Kosten.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verstärkte sich das Bemühen zur Umwandlung der Pflichtfeuerwehren in Freiwillige Feuerwehren. In mehreren Gemeinden des Kreises Bergheim wurden Freiwillige Feuerwehren gegründet. Diese Gründungen mussten vom Oberpräsidenten der Rheinprovinz genehmigt werden.

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